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Steinmeier verleiht Preise im Geschichtswettbewerb

Steinmeier verleiht Preise im Geschichtswettbewerb
Frank-Walter Steinmeier ehrt die diesjährigen Preisträger des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. / Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Von: DieSachsen News
Jedes Jahr richtet der Bundespräsident einen Geschichtswettbewerb aus. Diesmal ist das Interesse besonders groß. Ein gutes Zeichen angesichts zunehmender Desinformation findet Frank-Walter Steinmeier.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bedeutung von historischem Wissen und eines kritischen Umgangs mit Informationen angesichts der Zunahme von Desinformation betont. «Wir erleben ja, wie autoritäre und extremistische Kräfte versuchen, die Deutungshoheit über die Geschichte zu gewinnen und das kollektive Gedächtnis zu manipulieren», sagte er bei der Verleihung der Preise seines diesjährigen Geschichtswettbewerbs. 

Diese Kräfte betrieben Desinformation, verbreiteten Deep Fakes über die sozialen Medien, vernebelten die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge. «Und sie tun das mit dem Ziel, die eigenen Machtansprüche durchzusetzen, Unrecht und Krieg zu rechtfertigen, Vorurteile und Hass zu schüren», sagte Steinmeier.

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«Wie tief ihr Gift bereits in unsere Gesellschaft eingesickert ist, das zeigt sich auf unerträgliche Weise, wenn sich heute ganze Schülergruppen oder Klassen bei Besuchen in KZ-Gedenkstätten respektlos verhalten, mit rechtsextremistischen Symbolen und Parolen provozieren und die Menschheitsverbrechen der Nationalsozialisten umdeuten, verharmlosen oder leugnen.»

Die mit je 2.500 Euro dotierten ersten Bundespreise gingen an Schülerinnen und Schüler des Romain-Rolland-Gymnasiums in Dresden, der Gymnasien Buckhorn und Altona in Hamburg, des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums in Münster und des Bismarck-Gymnasiums in Karlsruhe. Außerdem wurden 15 zweite und 30 dritte Bundespreise verliehen. 

Große Beteiligung an diesjährigem Geschichtswettbewerb

Der jährliche Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten stand diesmal unter dem Motto «Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte». Nach Angaben der Körber Stiftung, die den Wettbewerb im Auftrag des Bundespräsidenten organisiert, beteiligten sich in diesem Jahr 6.720 Kinder und Jugendliche daran. Sie reichten 2.289 Beiträge ein. Damit sei diese Runde des Wettbewerbs die erfolgreichste seit 30 Jahren gewesen.

Die fünf ersten Preisträger befassten sich mit der deutsch-tschechischen Grenze, dem zu Flüssigkristallen forschenden Physiker Otto Lehmann, dem jüdischen Ghetto Hongkew in Shanghai und mit Annaliese Teetz, die 1955 als erste deutsche Frau das Kapitänspatent erwarb und gegen die Benachteiligung von Frauen in der Seefahrt kämpfte. Eine Schülergruppe entwickelte ein historisches Brettspiel.

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