Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hinterfragt angesichts erheblicher Leistungsdefizite die Effizienz des sächsischen Bildungswesens. «Damit wir im deutschen Bildungssystem weiter die Nummer 1 bleiben, müssen wir uns verändern. Wir dürfen nicht stehenbleiben», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die Kompetenzen der jungen Leute nähmen auch im Freistaat ab.
Unterricht mehr auf Persönlichkeit und Kompetenzen ausrichten
«Der Unterricht muss sich ändern. Er muss moderner werden, aber leistungsorientiert bleiben», betonte Clemens. Unterricht sollte fächerverbindend sein und könne auch selbstorganisierter werden: «Weniger frontal, nicht ausschließlich auf Wissensvermittlung, sondern mehr auf Persönlichkeit und Kompetenzen ausgerichtet.»
Clemens zufolge geht es darum, bei den Schülern ein selbstständiges, kritisches Denken zu stärken. «Wenn wir das schaffen, können wir auch unseren Spitzenplatz verteidigen. Unterrichtsentwicklung geht über die bestehenden Strukturen hinaus.» Länder wie Kanada seien in der Kompetenzvermittlung besser.