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US-Firma übernimmt Solar-Technik von Meyer Burger

US-Firma übernimmt Solar-Technik von Meyer Burger
Im Mai vergangenen Jahres hatte Meyer Burger Insolvenz angemeldet - im Herbst war dann in Bitterfeld und Hohenstein-Ernstthal Schluss. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News
Vor einem halben Jahr hatte das insolvente Solarunternehmen Meyer Burger seinen Betrieb in Sachsen und Sachsen-Anhalt eingestellt. Es folgte ein Ausverkauf. Kommt die Solarindustrie zurück?

Rund ein halbes Jahr nach dem Aus des insolventen Solarmodulherstellers Meyer Burger hat ein US-Unternehmen Technik und Anlagen übernommen und so die Hoffnung auf eine Rückkehr der Solarzellenproduktion in Sachsen und Sachsen-Anhalt genährt. Wie das Unternehmen Swift Solar mit Sitz im kalifornischen Silicon Valley mitteilte, wurden Produktionsanlagen und «geistiges Eigentum» übernommen. Dadurch werde die in den USA angesiedelte Forschung mit europäischer Expertise in der Herstellung hocheffizienter Silizium-Solarzellen zusammengeführt. 

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Ziel: Westliche Produktion und weniger Abhängigkeit von Asien

Wie es konkret mit den früheren Produktions- und Entwicklungsstandorten in Bitterfeld und Hohenstein-Ernstthal weitergeht, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit. Swift Solar erklärte nur, man wolle eine westliche Produktionsbasis für neue Solartechnologie aufbauen. 

Die Herstellung von Solarzellen bleibe der zentrale Engpass in der globalen Lieferkette der Solarindustrie, teilte das Unternehmen mit. Die Produktion hocheffizienter Zellen beschränke sich bislang vor allem auf Asien. Mit der Übernahme verschaffe sich das Unternehmen Zugang zu entsprechender Fertigungstechnologie. 

Meyer Burger war letzter großer europäischer Hersteller 

Das Schweizer Solarunternehmen Meyer Burger mit seinen Standorten im sächsischen Hohenstein-Ernstthal und Bitterfeld in Sachsen-Anhalt galt als der letzte große europäische Solarhersteller. Im vergangenen Herbst wurde der Betrieb an den Standorten in Sachsen und Sachsen-Anhalt eingestellt. Das Inventar wurde versteigert. Rund 600 Mitarbeiter in Deutschland mussten gehen. In den USA verloren etwa 300 Beschäftigte ihre Jobs.

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