Über den alltäglichen bürokratischen Wahnsinn in seinem Unternehmen kann Michael Kauffmann nur mit einer gewissen Portion Humor sprechen. Im Betrieb des 52-Jährigen in Jöhstadt im Erzgebirgskreis werden Pumpen gebaut, die in den Händen von Feuerwehren Brände löschen und Leben retten helfen. Die Bürokratie allerdings kommt ihm vor, wie ein Feuer, das man nicht löschen kann: «Von wegen weniger - es kommt mehr dazu, aber es fällt nichts weg. Das ist das Problem», so Kauffmann.
Beispiele für überbordende Bürokratie fallen ihm viele ein: Das Unternehmen liefert in alle Welt. 120 Mitarbeitende sind bei dem Maschinenbauer tätig. Nötige Formulare zur Sozialversicherung bei Dienstreisen, Papierkram zum Nachweis bei Finanzämtern, Dokumentations- und Meldepflichten bei Land, Bund und EU. «Wir haben bestimmt am Tag zwei Stunden mit solchen bürokratischen Sachen zu tun. Das sind so geschätzt bei 220 Arbeitstagen um die 400–500 Stunden im Jahr», schätzt der Unternehmer, der zugleich Vizepräsident des Branchenverbands Sachsenmetall ist.