Eine erste Zwischenbilanz zur diesjährigen Hopfenernte im Anbaugebiet Elbe-Saale deutet leicht unterdurchschnittliche Ergebnisse an. Ende August beziehungsweise Anfang September war die Ernte gestartet. Mindestens eine Woche wird sie nach Schätzungen des Geschäftsführers vom Elbe-Saale-Hopfenverband Andreas Kunze noch andauern. Das Anbaugebiet Elbe-Saale erstreckt sich über Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Es ist das zweitgrößte und nördlichste Hopfenanbaugebiet in Deutschland.
«75 Prozent sind bis jetzt geerntet. Es wird keine übermäßige Ernte», sagt Andreas Kunze. Seiner Einschätzung nach handele es sich zwar um qualitativ guten Hopfen - die erwartete Menge gebe jedoch Aufschluss über Schwierigkeiten beim Hopfenanbau. Denn gegenüber den anderen beiden Bundesländern hänge Thüringen mit dem Ertrag hinterher: «Thüringen hatte im Juli bedeutend weniger Niederschlag als andere Bundesländer», so Kunze. Zudem hätte es in dem Monat enorme Temperaturschwankungen gegeben. Teils seien die Temperaturen in der Nacht auf unter zehn Grad gefallen - zu kalt für den Hopfen. «Die Ernteschätzung für das ganze Gebiet werden wir wohl nicht ganz schaffen», bilanziert Kunze.