Gasversorger in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt rechnen derzeit mit keinen kurzfristigen, größeren Preissprüngen für Verbraucher infolge des Iran-Krieges. «Dass jetzt morgen für alle Kunden die Gaspreise hochgehen, nur weil am Golf eine Gaskrise eintritt, das wird nicht eintreten», sagte der Geschäftsführer der Verband kommunaler Unternehmen in Thüringen, André Ludwig. Stadtwerke kauften Gas immer langfristig ein. Sollte es Auswirkungen geben, dann verzögert.
So sieht es bei der Industrie aus
Schneller könnten sich die Preisverschiebungen hingegen auf die Industrie auswirken, wie Micka und Ludwig erklärten. Große Unternehmen hätten eigene Beschaffungsstrategien und kauften direkt am Markt ein. In der Gaskrise infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine seien viele Verbraucher wegen bestehender Verträge relativ glimpflich «durchgerutscht», während die Industrien gelitten hätten, so Micka.
Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran und der iranischen Gegenschläge sind die Großhandelspreise für Gas stark gestiegen.
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