Pflegebedürftige und ihre Angehörigen müssen in Sachsen mehr für einen Platz im Pflegeheim zahlen als noch vor einem Jahr. Wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) ergab, ist die monatliche Eigenbeteiligung im Freistaat zum 1. Januar 2026 auf durchschnittlich 2.986 Euro gestiegen. Das sind 266 Euro mehr als zum Jahresbeginn 2025 (2.720 Euro).
Dabei setzt sich die Eigenbeteiligung aus mehreren Bestandteilen zusammen: den Kosten für Unterkunft und Verpflegung, den Investitionskosten und den pflegebedingten Aufwendungen. Bundesweit verzeichneten laut vdek vor allem die pflegebedingten Aufwendungen den stärksten Anstieg - unter anderem wegen gestiegener Personalkosten.
Je länger jemand in einem Pflegeheim ist, desto stärker greifen allerdings Zuschüsse der Pflegekassen zur reinen Pflege. Damit sinkt die Belastung mit zunehmender Aufenthaltsdauer: Im zweiten Jahr im Heim liegt die Eigenbeteiligung in Sachsen zum Jahresbeginn bei 2.689 Euro, im dritten Jahr bei 2.293 Euro und im vierten Jahr bei 1.797 Euro, wie es hieß.