Sachsen benötigt wegen seiner alternden Bevölkerung bis 2030 rund 5.000 zusätzliche Pflegekräfte - und wird diesen Bedarf laut Sozialministerin Petra Köpping nicht allein mit einheimischem Personal decken können. Die SPD-Politikerin setzt auf die Anwerbung ausländischer Azubis und Fachkräfte.
Junge Brasilianer werden in Leipzig ausgebildet
In Leipzig besuchte Köpping ein Pflegeheim der Diakonie, in dem erstmals junge Menschen aus Brasilien zu Pflegefachkräften ausgebildet werden. Die Kontakte für dieses Projekt waren während eines Besuchs Köppings in dem südamerikanischen Land zustande gekommen.
Neun junge Männer und Frauen absolvieren seit September die dreijährige Ausbildung. Zuvor hatten sie auf Kosten der Diakonie in ihrer Heimat einen Sprachkurs absolviert, um Deutsch auf fortgeschrittenem Niveau zu lernen. Köpping erkundigte sich bei den Azubis, wie sie in Leipzig angekommen seien und welche Erfahrungen sie bisher gemacht hätten.