In der ärztlichen Versorgung in Sachsen klaffen vielerorts Lücken. Das machen Zahlen aus dem Gesundheitsministerium deutlich, die Linke-Fraktionschefin Susanne Schaper im Landtag erfragte. Demnach ist vor allem in Ostsachsen und in Südwestsachsen der Bedarf groß. Mangel gibt es nicht zuletzt bei Hausärzten. In zehn der 48 sächsischen Planungsgebiete herrscht oder droht Unterversorgung. Die Daten beziehen sich auf den 1. Januar dieses Jahres.
Bedarf in Südwestsachsen und Ostsachsen besonders groß
Der Versorgungsgrad als statistische Messgröße gibt an, wie gut die Bevölkerung in einer Region betreut wird. Er vergleicht die tatsächliche Anzahl der verfügbaren Ärzte mit dem theoretisch festgelegten Bedarf. Von einer Unterversorgung spricht man in der Regel, wenn der Versorgungsgrad unter 75 Prozent liegt. Aber auch Werte darüber gelten schon als problematisch.
So gibt es in vielen Planungsgebieten zu wenig Hausärzte, etwa in Annaberg-Buchholz, Aue, Auerbach, Döbeln, Frankenberg-Hainichen, Marienberg, Reichenbach, Stollberg, Werdau, Zwickau, Dippoldiswalde, Görlitz, Hoyerswerda, Löbau, Riesa, Weißwasser, Oschatz und Torgau. Der Planungsbereich Werdau ist nur zu 69,1 Prozent versorgt. Rein rechnerisch werden rund 308 zusätzliche Hausärzte zu den vorhandenen 2.607 gebraucht.