Das Projekt «Musaik – Grenzenlos musizieren» schreibt in Dresden weiter Musikgeschichte. Demnächst bekommt das von Plattenbauten geprägte Stadtviertel Prohlis im Südosten der Stadt sogar eine Oper - genaugenommen eine «Stadtteiloper» So ist das Stück mit dem Titel «Plattenspieler:innen» ausgewiesen.
350 Laien, überwiegend Kinder, aber auch Erwachsene arbeiten mit Profis zusammen, um ein gemeinsam entwickeltes Musiktheaterstück auf die Bühne zu bringen. An diesem Freitag und Samstag sind vier Aufführungen geplant.
Das Sujet hat eine kosmische Dimension. Der Halley'sche Komet verliert ein Stück von sich selbst – Halley, einen singenden Stein. Dieser Stein landet in Dresden-Prohlis und erlebt im Zeitraffer, wie aus einer urzeitlichen Siedlung eine lebendige Stadt wird. Eine Nachrichtensendung berichtet im Jahr 2061, wie Halley durch die Epochen reist und wem er dabei begegnet.
«Die Oper verbindet Musik aus verschiedenen Jahrhunderten - von Händels 'Wassermusik' bis zu 'Also sprach Zarathustra' von Richard Strauss, Live-Animation, Schauspiel, Tanz und Chor», sagt «Musaik»-Sprecherin Heike Bronn. Dabei machen neben dem 130-köpfigen «Musaik»-Orchester auch 150 Kinder aus einer Prohliser Grundschule und einer Oberschule mit, außerdem Mitglieder der Staatskapelle Dresden sowie Ensembles der evangelischen Kirchgemeinde Prohlis und Chöre. Auch das Publikum ist angehalten, mitzuwirken.