Begleitet von Kritik hat in Leipzig das «Till Fest» des Rammstein-Sängers Till Lindemann (63) begonnen. Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein zweitägiges Open-Air-Festival mit mehreren Bands und Lindemann als Headliner. Dass das «Till Fest» am Völkerschlachtdenkmal stattfindet, hatte im Vorfeld kritische Äußerungen ausgelöst. Am ersten Abend gab es am Konzertort nach Beobachtung eines dpa-Fotografen keine größeren Proteste.
Der Vorsitzende der Stiftung Völkerschlachtdenkmal, Anselm Hartinger, hatte der «Leipziger Volkszeitung» gesagt, Lindemanns martialisches Auftreten passe nicht zu einem sensiblen Ort wie dem Völkerschlachtdenkmal. Es gehe der Stiftung nicht um Cancel Culture, sondern um ihr Ziel, «das mit der Erinnerung an Krieg und Leid verbundene Leipziger Wahrzeichen aus seinem in der Geschichte immer wieder benutzten Gewaltkontext zu lösen». Eine Anwohnerin hatte eine Petition gegen das Festival gestartet.