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Zeichnungen aus Dresdner Bestand für Schau zurück nach China

Zeichnungen aus Dresdner Bestand für Schau zurück nach China
Das Museum für Völkerkunde hat im Japanischen Palais in Dresden sein Domizil. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Farbenfrohe Szenen vom Leben im 19. Jahrhundert: 500 seltene Zeichnungen kehren für eine Ausstellung an ihren Ursprungsort in China zurück.

Zurück zu den Wurzeln: 500 Zeichnungen aus dem Bestand des Museums für Völkerkunde in Dresden kehren für eine Ausstellung vorübergehend an ihren Ursprungsort nach Ningbo in China zurück. Bis 1. November präsentiert das Ningbo Museum in der ostchinesischen Provinz Zhejiang sogenannte Exportmalerei aus der Sammlung des Dresdner Museums. Die farbigen Pinselzeichnungen gehören zu Bildbeständen, die heute in China selbst kaum mehr nachweisbar sind, hieß es.

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Zeichnungen geben Einblick aus dem Alltagsleben in Ningbo 

Unter dem Titel «Einblick und Resonanz: Szenen östlichen Lebens in Exportmalereien aus Ningbo im 19. Jahrhundert» gibt die Schau Einblicke in den Alltag dieser Zeit. Die Zeichnungen auf Papier dokumentieren detailliert Handel und Gewerbe, Arbeitswelten und Bräuche. Bei den Blättern handelt es sich um eine Auswahl von 50 Heften aus einer Sammlung des in Ningbo ansässigen Deutschen Paul Georg von Möllendorff (1847-1901). Seine Tochter hatte dem Völkerkundemuseum einen Teil davon geschenkt, der Rest wurde angekauft.

Kooperation zwischen Dresden und Partnern in China

Die aktuelle Ausstellung ist ein Bestandteil einer seit dem Vorjahr bestehenden Kooperation zwischen den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) und Kooperationspartnern in Ningbo. Die Alben sollen dabei digitalisiert und katalogisiert werden. SKD-Generaldirektor Bernd Ebert nimmt an der Eröffnung der Ausstellung teil und will danach in Peking einen Kooperationsvertrag mit dem Palastmuseum unterzeichnen. 

«Die Präsentation der Dresdner Sammlung in Ningbo bietet den SKD die Gelegenheit, der chinesischen Gesellschaft etwas zurückzugeben, das vor Ort verloren ist und eine wichtige kulturhistorische Quelle darstellt», betonte Ebert.

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