Langzeitarbeitslose sind bei der Suche nach einem Job meist auf individuelle Betreuung und eine besondere Unterstützung angewiesen. Das ist ein Befund aus einer Studie unter Mitwirkung des Diakonischen Landesverbandes. «Die zentrale Frage war: Warum treten Langzeitarbeitslose trotz zahlreicher offener Stellen nur selten wieder in den Arbeitsmarkt ein», erklärte Marko Hietzke, Referent für Arbeitsförderung und Erwerbslosenarbeit bei der Diakonie Sachsen. Für die qualitative Studie waren unter anderem 34 Betroffene bundesweit befragt worden.
In der Regel erweist sich Langzeitarbeitslosigkeit als ein sich selbst verstärkender Zustand, sagte Hietzke. «Eine Befragte brachte es so auf den Punkt: Krankheit hat mich arbeitslos gemacht und Arbeitslosigkeit macht mich krank.» Betroffene könnten in einen verhängnisvollen Kreislauf geraten. «Je länger die Arbeitslosigkeit andauert, umso schwieriger ist es, aus ihr wieder herauszukommen.» Ambivalenzen und Ängste bezüglich eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsmarkt spielten eine zentrale Rolle.