Heimatvereine, Denkmalschützer und Archäologen haben sich bereits gegen geplante Reformen in der Denkmalpflege gewandt - jetzt melden sich auch die Kirchen besorgt zu Wort. Für den Schutz und den Erhalt kirchlicher Denkmale bedürfe es der «Beständigkeit im Grundsatz bewährter Verwaltungsstrukturen», teilten die Evangelisch-Lutherische Landeskirche und das Bistum Dresden-Meißen mit.
Hintergrund sind Beschlüsse der Landesregierung, nach denen das Landesamt für Archäologie und das Landesamt für Denkmalpflege in die Landesdirektion Sachsen eingegliedert und damit Teil einer großen Vollzugsbehörde werden sollen.
Sachsen sei mit 101.000 Bau und 13.000 Bodendenkmalen eines der denkmalreichsten Bundesländer, so die Kirchen. «Einen wesentlichen Anteil an diesem reichen und vielfältigen Denkmalbestand haben die Kirchen und Kapellen.» Für deren Erhalt seien Expertise und Verständnis der kirchlichen Belange nötig. Beides sei im Landesamt für Denkmalpflege zu finden.