Ein Welterbe-Informationspunkt öffnet am Montag (29. Juni) im ostsächsischen Herrnhut. Dies sei die «Vorstufe» für ein perspektivisch geplantes Besucherzentrum, sagte der Leiter des Kultur- und Fremdenverkehrsamtes, Konrad Fischer. Als Teil der Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine war die Kleinstadt vor knapp zwei Jahren zum Unesco-Welterbe erklärt worden. Der Ort zwischen Zittau und Löbau trägt den Titel zusammen mit Christiansfeld in Dänemark, Bethlehem im US-Bundesstaat Pennsylvania und Gracehill in Nordirland.
Nach Angaben der Stadt hat das Interesse an Herrnhut seit der Anerkennung durch die Unesco spürbar zugenommen. Die messbaren Gästezahlen, etwa im Heimatmuseum und in der Tourist-Information, seien 2025 gegenüber dem Vorjahr um etwa 20 Prozent gestiegen. «Es ist sehr international», sagte Fischer. Als Beispiele für Länder, aus denen Besucher kamen, nannte er Polen, Tschechien, die USA sowie Südkorea und Taiwan.