Es ist Freitag. Ein Tag wie jeder andere?
Es gab Zeiten, zu denen mein Schreibtisch, angesichts des drohenden Wochenendes, unter der Last, der noch zu erledigenden Aufgaben, beinahe zusammenzubrechen schien. Manches Mal habe ich mich sogar dabei ertappt, wie ich mir wünschte, die beiden störenden freien Tage des Wochenendes würden gestrichen. Abschalten konnte und wollte ich sowieso nicht, denn ich fühlte mich gut dabei, irgendwie gebraucht und wertvoll.
Die Tage, an denen ich das, was ich mir vorgenommen hatte, nicht schaffte, waren die Regel. Manches Mal habe ich es gar nicht bis zu meinem Schreibtisch geschafft, da wurde mein Plan bereits über den Haufen geworfen, von einem Anruf oder einer dringenden E-Mail, die mich natürlich über das Smartphone bereits früh am Morgen zu Hause erreichten. Die Gedanken an das, was ich eigentlich zu tun gedachte, waren wie weggeblasen. Und so lief das, tagein und tagaus.
Irgendwann, als die verfügbare Zeit fürs Büro weniger wurde, die Anzahl der Aufgaben jedoch keineswegs im gleichen Maß zurückging, begann ich langsam zu realisieren, dass es gar nicht die Menge an Aufgaben war, die meinen Schreibtisch zum Erzittern brachte, sondern die Art und Weise, wie ich mit meinen Aufgaben und vor allem mit der zur Verfügung stehenden Zeit umging bzw. umgehen ließ.