Die erfolgreich gestartete Mission Artemis 2 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Raumfahrt. Erstmals seit über fünf Jahrzehnten sollen wieder Menschen den Mond umrunden, ein symbolträchtiger Schritt, der Erinnerungen an das Apollo-Programm wachruft und zugleich neue Fragen aufwirft: Warum schicken wir heute noch Menschen ins All? Und zu welchem Preis?
Im Zentrum der Mission steht eine vierköpfige Crew, die nicht nur technisch, sondern auch politisch und gesellschaftlich für einen neuen Anspruch der Raumfahrt steht. Das Kommando hat Reid Wiseman, ein erfahrener NASA-Astronauten. An seiner Seite fliegt Victor Glover als Pilot, während Christina Koch und Jeremy Hansen als Missionsspezialisten agieren. Mit Koch wird erstmals eine Frau eine Mondmission absolvieren, Hansen wiederum ist der erste Kanadier auf einer solchen Reise. Die Zusammensetzung der Crew ist damit auch ein bewusstes Signal für Diversität und internationale Zusammenarbeit. Auch Deutschland hat wesentlichen Anteil an der Mission. Entwickelt und gebaut von Airbus in Bremen, ist das Servicemodul ESM das Herzstück des Orion-Raumschiffs und entscheidend für Energie, Wasser, Sauerstoff und Antrieb. Das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellt das Strahlungsmessgeräte (M-42) zur Verfügung, um die Strahlenbelastung für die Crew zu überwachen.