Der schmale Band aus der Feder von Florian Weisner hat es in sich. Der Autor gibt auf nur 138 Seiten Einblick in das Leben, das Denken und die wissenschaftlichen Thesen des mit 96 Jahren verstorbenen Philosophen Jürgen Habermas.
Es ist ein durchaus tiefer Einblick, gleichzeitig auch eine gelungene Überschau und damit ein sehr zu empfehlendes Buch für all jene, die sich schnell einen Überblick über das Werk von Habermas verschaffen wollen.
In zehn Kapiteln geht es um ein paar biografische Tatsachen, obgleich der Philosoph sein Privatleben nie in den Vordergrund gestellt hat. Florian Weisner schafft es, das Leben mit dem Werk in gekonnter Weise zu verbinden. Der erste Abschnitt des Buches ist dem Leben von Habermas gewidmet. Gefolgt vom zweiten Teil, in dem es um die Ideen des Denkers geht. Ein wichtiger Bereich ist die sogenannte Öffentlichkeit. Florian Weisner schreibt: „Demokratie braucht einen Raum, in dem Menschen miteinander reden können. Wird dieser Raum zerstört, stirbt die Demokratie.“ und fasst so eine wichtige Idee von Habermas zusammen. Es gehe um „den freien Austausch von Argumenten unter Gleichen“, ein wichtiger Gedanke und keineswegs selbstverständlich in heutiger Zeit.