Der Eisenbahnlehrstuhl an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) schließt. Das sorgt auch für Unverständnis und Kritik. Ein Bündnis aus 18 Verbänden und Interessengemeinschaften fordert in einem Positionspapier den Erhalt und eine Neuausrichtung des Lehrstuhls. Hintergrund ist laut BTU ein Beschluss des Hochschulentwicklungsplans.
Die Schließung des Lehrstuhls sei ein falsches Signal zur falschen Zeit, sagte Jens Krause von der Industrie- und Handelskammer Cottbus am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Er ist auch Sprecher des Wirtschaftsverkehrsnetzwerkes Lausitz. Neben den Brandenburger IHKs ist etwa auch die Bahngewerkschaft EVG Mitunterzeichner des Positionspapiers.
Mittlerweile sei sicher, dass die Bundesregierung über drei Milliarden Euro in den Bahnstandort Cottbus investieren werde, argumentierte das Bündnis. Das erfordere eine Neubewertung. Der Neubau des ICE-Instandhaltungswerkes, der vereinbarte milliardenschwere Ausbau der Schieneninfrastruktur in der gesamten Lausitz und die Verkehrswende benötigten dringend gut ausgebildete und hoch qualifizierte Ingenieure aus der Region und von außerhalb.