Die sächsische SPD will rückläufige Kinderzahlen dafür nutzen, die Betreuung der Mädchen und Jungen zu verbessern. Zudem sollen Eltern und Kommunen finanziell entlastet werden. «Kürzen auf dem Rücken der Kinder sowie der Erzieherinnen und Erzieher wird es mit der SPD nicht geben», verspricht Petra Köpping, Spitzenkandidatin der SPD Sachsen zur Landtagswahl und Sozialministerin im Freistaat: «Für uns ist klar: Die Kita vor Ort muss bleiben, das Personal muss auch in Zeiten zurückgehender Kinderzahlen gehalten werden. Wir setzen uns für mehr Bildung für die Kinder, weniger Gebühren für die Eltern und eine weitere Entlastung der Kommunen ein.»
«In den nächsten zehn Jahren wird sich die Zahl der Kita-Kinder um rund 15 Prozent reduzieren. Was zunächst keine gute Nachricht ist, birgt eine große Chance: Mit den sinkenden Kinderzahlen werden Schritt für Schritt bis zu 150 Millionen Euro bisher benötigte Mittel frei», erklärte Köpping. «So mancher politische Sparfuchs sieht darin leider nur eins: Geld einsparen. Die Folgen wären Kita-Schließungen und Personalkürzungen.» Einsparungen in diesem Bereich halte die SPD aber für den völlig falschen Weg. «Deswegen wollen wir ein Kita-Moratorium noch vor der Landtagswahl, um mögliche Kita-Schließungen zu stoppen.» In Sachsen wird am 1. September ein neues Landesparlament gewählt.