In Sachsen lernen aktuell fast 9300 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine an öffentlichen Schulen. Die meisten davon, gut 8370, wurden nach der laufenden Statistik des Kultusministeriums in Dresden an allgemeinbildenden Einrichtungen unterrichtet, zudem knapp 840 an Berufsschulen und fast 90 an Förderschulen. Das Niveau schwankt demnach seit September 2022 zwischen mehr als 9100 und über 9600. Die Schulpflicht gilt, sobald Familien für längere Zeit an einem Ort bleiben.
Zugewanderten Kindern und Jugendlichen unmittelbar einen Platz an einer Schule zu vermitteln, ist nach Ministeriumsangaben aber inzwischen schwierig. «Durch die hohe Zahl an Asylsuchenden und Kriegsflüchtlingen stoßen wir zunehmend an räumliche und personelle Kapazitätsgrenzen, teilweise sind wir schon darüber hinaus», sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Aktuell konnte bisher 764 Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine noch kein Platz zugewiesen werden, insgesamt warten 1400 junge Geflüchtete auf Beschulung.
Während bisher vor allem Grund- und Oberschulen die nötige Integrationsleistung erbrachten, wird mit dem laufenden Schuljahr versucht, die Kinder und Jugendlichen solidarisch unter den Schularten aufzuteilen, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Spezielle Vorbereitungsklassen für die, die Deutsch nicht ausreichend beherrschten, gebe es nicht mehr.