Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr in Sachsen-Anhalt ausgeweitet. Nach Magdeburg und dem Burgenlandkreis am Vortag liefen Aktionen am Freitagmorgen auch in Halle und Dessau an. Sie sollen noch bis Sonntagmorgen gehen. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe teilten mit, ein Notfahrplan sei am zweiten Streiktag stabil. Zwei Straßenbahnlinien und zwei Buslinien seien im Einsatz. Am Samstag werde es aber keinen Notverkehr geben. Alle Busse und Bahnen stehen dann still.
Verdi verlangt Ruhezeiten ohne Unterbrechung
Zudem pocht die Gewerkschaft auf verlässliche Ruhezeiten. Es müsse ununterbrochene Ruhezeiten ohne Ausnahmen geben, um Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten zu schützen. Ferner verlangt Verdi Verbesserungen für Auszubildende, etwa durch mehr Freistellungen für die Prüfungsvorbereitung und die Übernahme der Kosten für den Führerschein.
Gewerkschaft spricht von enormer Belastung der Beschäftigten
«Überall hören wir das gleiche: kein Spielraum bei der Arbeitszeit, kein ernstzunehmendes Angebot zur Entlastung. Gleichzeitig wissen alle um die enorme Belastung in den Betrieben. Die kommunalen Arbeitgeber versuchen, die strukturelle Unterfinanzierung des ÖPNV auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen. Das lassen wir nicht zu», erklärte Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten