Für viele Jugendliche in Sachsen beginnt die entscheidende Phase auf dem Weg ins Berufsleben. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen dabei besser, als es auf den ersten Blick scheint - auch wenn längst nicht alle sofort fündig werden.
Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit stehen derzeit rund 9.665 unversorgten Bewerberinnen und Bewerber etwa 9.623 freie Ausbildungsstellen gegenüber. Angebot und Nachfrage halten sich damit nahezu die Waage. Seit Oktober 2025 haben sich insgesamt 14.066 Jugendliche bei den Arbeitsagenturen gemeldet - 87 weniger als ein Jahr zuvor (minus 0,6 Prozent). Die Betriebe meldeten 15.391 Ausbildungsplätze, das sind 634 weniger als im Vorjahr (minus 4,0 Prozent).
Das sächsische Arbeitsministerium sieht dabei einen engen Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Lage. So liege die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze nicht nur unter dem Vorjahr, sondern auch rund 11 Prozent unter dem Niveau von 2024. «Ausbildung ist Zukunft - für junge Menschen, für unsere Unternehmen und für den gesamten Wirtschaftsstandort Sachsen», sagte Arbeitsminister Dirk Panter. Der SPD-Politiker warnte zugleich, dass ein Rückgang bei Ausbildungsbetrieben langfristig zu weniger Fachkräften führen könne.