Rund 90 Beschäftigten des Schrott- und Recycling-Betriebs SRW in Rötha (Landkreis Leipzig) ist nach der Unterbrechung ihres Arbeitskampfs vom Unternehmen die Arbeitsaufnahme verwehrt worden. «Die sogenannte Friedensgeste der IG Metall ist in Wahrheit ein Taschenspielertrick», sagte der Finanzchef des Mutterkonzerns, der Scholz Recycling GmbH, Daniel Fischer, am Montag. Es sei das durchsichtige Manöver, den bisher erfolglosen Arbeitskampf direkt ins Unternehmen zu tragen.
Am Freitag hatte die IG Metall angekündigt, den seit November andauernden Arbeitskampf unterbrechen zu wollen. Mit der Unterbrechung und dem Angebot einer Moderation wollte die Gewerkschaft versuchen, «eine neue Gesprächsebene zu eröffnen». Der Arbeitgeber teilte noch am selben Tag mit, dass die sofortige Eingliederung der Beschäftigten nicht möglich sei, weil die Betriebsabläufe mittlerweile komplett verändert worden seien. Den Beschäftigten wurde der Zutritt des Betriebsgeländes zunächst bis Ende Mai verwehrt - das Arbeitsverhältnis soll jedoch bestehen bleiben.