Rödertalbienen wollen in Bremen den Auswärtsbock umstoßen
Rödertalbienen vor richtungsweisender Aufgabe
Für die Rödertalbienen steht am Samstagabend eine Partie mit besonderer Bedeutung an. Beim bis dato punktlosen Werder Bremen soll der HC Rödertal endlich auch in der Fremde überzeugen. Nach den Heimsiegen und der deutlichen 31:23-Erfolg gegen Lintfort reist das Team mit Selbstvertrauen an, muss seine Leistung aber erstmals in dieser Saison auch auswärts bestätigen.
Die Ausgangslage spricht auf dem Papier für die Gäste. Bremen holte den ersten Saisonsieg zwar ebenfalls gegen Lintfort, präsentierte sich zuvor aber schon gegen starke Gegner wie die Füchse Berlin und den Bergischen HC bemerkenswert konkurrenzfähig. Zudem haben die Rödertalbienen sieben der letzten acht Duelle mit Werder für sich entschieden. Verlassen sollte sich das Team darauf jedoch nicht.
Daniels erwartet ein kampfbetontes Spiel
Cheftrainerin Maike Daniels warnt vor den Besonderheiten der Aufgabe. „Bremen ist insbesondere auswärts ein unbequemer Gegner. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel, bei dem wir die positiven Aktionen aus den letzten beiden Spielen auf die Platte bringen müssen“, sagte sie. Verzichten muss der HCR in den kommenden Wochen auf Rückraumspielerin Arwen Gorb, die verletzt ausfällt.
Für Rödertal geht es nicht nur um zwei Punkte, sondern auch um ein frühes Signal in Richtung Saisonziele. Nach den bisherigen Auswärtsniederlagen in Mainz und Regensburg wäre eine weitere Pleite ein Rückschlag mit Folgen für die Tabelle und das Selbstverständnis der Mannschaft.
Werder mit vielen Ausfällen, aber viel Widerstandskraft
Auch Werder Bremen hat mit erheblichen personellen Problemen zu kämpfen. Mehrere Spielerinnen fehlen verletzt, darunter die Rückraumakteurinnen Leni und Emma Ruwe, die Kreisläuferinnen Alina Defayay und Meike Becker sowie Linksaußen Tessa Budelmann. Um die Lücken zu schließen, reaktivierten die Grün-Weißen sogar Spielmacherin Denise Engelke, die vor zwei Jahren bereits verabschiedet worden war.
„Wir sind in den vergangenen Wochen als Gruppe noch enger zusammengerückt“, sagte Bremens Cheftrainerin Renee Verschuren. Trotz der schwierigen Lage zeigte der Tabellen-Zwölfte mehrfach, dass er Favoriten das Leben schwer machen kann. Genau darin liegt für den HC Rödertal die eigentliche Herausforderung: konzentriert bleiben, das eigene Tempospiel durchbringen und auswärts endlich den ersten Sieg einfahren.
Für beide Teams ist die Partie daher mehr als nur ein normales Ligaspiel. Bremen will den ersten Heimzähler, Rödertal den ersten Auswärtserfolg. Die Voraussetzungen deuten auf ein intensives Duell hin, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben dürften.