Premiere: Der kleine Muck als poetisches Vorweihnachtsmärchen
Ein Märchen über die Suche nach dem Glück
Mit Die Geschichte vom kleinen Muck bringt das Theater in diesem Jahr ein poetisches Vorweihnachtsmärchen auf die Bühne, das sich an Kinder ab 6 Jahren ebenso richtet wie an erwachsene Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Bühnenfassung von Carolin Eschenbrenner nimmt Wilhelm Hauffs bekanntes Kunstmärchen auf und erzählt es als Reise voller Begegnungen, Versuchungen und Erkenntnisse.
Im Mittelpunkt steht der kleine Muck, der nach dem Tod seines Vaters allein zurückbleibt. Dessen letzte Worte geben ihm den Auftrag mit auf den Weg, das Glück zu suchen. Was folgt, ist eine abenteuerliche Wanderung durch eine Welt, in der Muck Hunger, Einsamkeit und Ablehnung erlebt, aber auch Menschen und Wesen begegnet, die sein Leben verändern.
Katzen, Zauberpantoffeln und ein Stöckchen für Gold
Auf seinem Weg trifft Muck die Katze Amarza, die ihn in das Haus ihrer Besitzerin Frau Ahavzi führt. Dort soll er sich um eine ganze Schar von Katzen kümmern und erhält dafür Kost und Logis. Doch die Aufgabe entwickelt sich schwieriger als gedacht, denn die Tiere setzen ihm ordentlich zu und sorgen schließlich dafür, dass Muck wieder fortgeschickt wird.
Bevor er weiterzieht, nimmt er jedoch zwei geheimnisvolle Dinge mit: Pantoffeln, mit denen man unfassbar schnell laufen kann, und ein Stöckchen, das Gold finden soll. Diese Zaubergegenstände führen ihn an den Hof des Sultans, wo er als schnellster Mann des Reiches in Konkurrenz zum Leibläufer tritt. Der Wettlauf verändert sein Leben – und bringt ihn mitten hinein in neue Machtspiele und Intrigen.
Ein Bühnenabend voller Fantasie und Spielwitz
Die Inszenierung verspricht eine Mischung aus märchenhafter Bildkraft und klarem Blick auf die menschlichen Schwächen der Figuren. Regie führt Stefan Wolfram a.G., für die Ausstattung zeichnet Barbara Blaschke a.G. verantwortlich, die Dramaturgie liegt bei Judith Zieprig. In der Titelrolle ist Paul Hölters als kleiner Muck zu erleben, begleitet von Ralph Hensel, Lisa Lasch, Janik Marder, Torsten Schlosser, Alexander Höchst, Alexander Diosegi und Lukas Maria Redemann.
Gerade zur Weihnachtszeit entfaltet der Stoff seine besondere Wirkung: Er erzählt nicht von Reichtum als Besitz, sondern von innerer Fülle, von Freundschaft und der Liebe zu anderen. So wird Die Geschichte vom kleinen Muck zu einem Märchen, das nicht nur unterhält, sondern auch nachdenklich macht.
Die Premiere findet am 31. Oktober um 17.00 Uhr im Großen Haus statt.