Am Donnerstagabend ist es im Landkreis Bautzen erneut zu einer Welle von Schockanrufen gekommen. Besonders in den Bereichen Bautzen und Großröhrsdorf registrierte die Polizei insgesamt sechs Fälle. Die Täter setzten dabei auf die bekannten Betrugsmaschen und versuchten, ihre Opfer mit erfundenen Notlagen unter Druck zu setzen. Ziel war es offenbar, an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen. In allen gemeldeten Fällen reagierten die Angerufenen jedoch umsichtig: Sie legten entweder direkt auf oder stellten so viele Nachfragen, dass die Betrüger das Gespräch selbst beendeten. Ein Vermögensschaden entstand nach bisherigen Erkenntnissen glücklicherweise nicht. Die Polizei mahnt dennoch zur Vorsicht, denn Schockanrufe gehören weiterhin zu den häufigsten Betrugsversuchen am Telefon. Die Kriminellen geben sich etwa als Polizei, Staatsanwaltschaft, Krankenhaus oder nahe Angehörige aus und schildern dramatische Unfälle, angebliche Festnahmen oder finanzielle Notlagen.
Durch den erzeugten Zeitdruck sollen Betroffene zu übereilten Entscheidungen gebracht werden. Gerade ältere Menschen geraten dabei oft ins Visier der Täter. Umso wichtiger ist es, bei solchen Anrufen ruhig zu bleiben und keine persönlichen Informationen preiszugeben. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und im Zweifel selbst die Polizei verständigen. Grundsätzlich gilt: Keine Auskünfte über Vermögen, Konten oder familiäre Verhältnisse am Telefon geben und niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen herausgeben. Auch wenn die Geschichte noch so glaubwürdig klingt, sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen. Angehörige und Nachbarn können ebenfalls helfen, indem sie über die aktuelle Betrugsmasche informieren und besonders gefährdete Personen sensibilisieren. Aufmerksamkeit, Skepsis und ein schnelles Auflegen sind derzeit der beste Schutz vor einem finanziellen Schaden.