Kamenz. Die Entscheidung der Krankenhaus-Geschäftsführung, die Geburtenstation des Klinikums Kamenz schließen zu wollen, wird mit dem demografischen Rückgang, nicht erfüllbaren Mindestmengenvorgaben und steigenden Qualitätsanforderungen begründet. Medienberichten zufolge ist diese Begründung maßgeblich dafür, dass die Station geschlossen werden soll. Die Debatte wird im regionalen Gesundheitssektor aufmerksam verfolgt, weil sie weitreichende Folgen für die Versorgungslandschaft in der Oberlausitz hat. Die Initiative wirft die Frage auf, wie die medizinische Grundversorgung junger Familien in der Region künftig gewährleistet werden kann.
Nach Angaben der Sächsischen Zeitung soll die Geburtsstation aufgrund der rückläufigen Fallzahlen und der Vorgaben der Krankenhausreform geschlossen werden. Diese Sichtweise wird von den Grünen kritisch hinterfragt, denn sie betrifft unmittelbar die Erreichbarkeit hochwertiger Versorgungseinrichtungen für werdende Mütter und ihre Babys in Kamenz und Umgebung.