Dynamo-Krise: Gonther äußert sich zu Stamms Zukunft
Gonther stärkt Stamm den Rücken: „Die Trainerfrage stellt sich für uns nicht“
Dynamo Dresden steckt in der 2. Bundesliga weiterhin in einer Krise. Auch am Sonntag gelang der Sportgemeinschaft kein Auswärtssieg. Stattdessen verlor die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm mit 2:1 bei Hannover 96 und ließ erneut Punkte nach einer Führung liegen. Sportgeschäftsführer Sören Gonther stärkt Thomas Stamm dennoch den Rücken.
Dynamo bleibt auswärts ohne Erfolg
Mit der Niederlage in Hannover steht Dynamo nach zehn Spieltagen mit acht Punkten am Tabellenende. Der Rückstand auf Platz zehn beträgt zwar nur drei Zähler, doch vor allem in der Fremde ist aktuell kein wirklicher Aufschwung zu erkennen.
Dabei hatte die SGD zuletzt im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion überzeugt. Auf den 2:0-Derbysieg gegen den 1. FC Magdeburg folgte am vergangenen Mittwoch ein 2:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04.
Auswärts setzte sich die Negativserie jedoch fort. Nach der 0:3-Niederlage beim damaligen Krisenteam Holstein Kiel musste Dynamo nun auch bei Hannover 96 eine Niederlage hinnehmen.
Kritik an Stamm wird lauter
Angesichts der sportlichen Entwicklung wächst bei vielen Anhängern die Kritik an Trainer Thomas Stamm. Dabei wird auch die Frage nach der Qualität des Kaders zunehmend zum Thema.
In der Hinrunde der vergangenen Saison hatte Stamm noch mit einem Kader arbeiten müssen, dem es in vielen Bereichen an Zweitliga-Qualität fehlte. Inzwischen hat sich die Situation jedoch verändert. Im Sommer bekam der 43-Jährige zahlreiche Spieler, die er sich selbst gewünscht hatte. Zudem konnte ein Großteil der Mannschaft die komplette Vorbereitung absolvieren. Viele Spieler waren bereits in der vergangenen Rückrunde dabei, in der Dynamo den vierten Platz in der Rückrundentabelle belegte.
Auch deshalb fällt es einigen Anhängern mittlerweile schwer, die sportliche Entwicklung nachzuvollziehen. Neben den Ergebnissen stehen dabei auch die Aufstellungen und Einwechslungen des Trainers in der Kritik.
Ein Beispiel ist Kennedy Okpala, der zuletzt bereits seit mehreren Spielen nicht mehr im Kader stand. Viele Fans hinterfragen, warum der Angreifer derzeit keine Rolle spielt.
In den sozialen Medien wird deshalb zunehmend darüber diskutiert, ob Stamm noch der richtige Mann für die sportliche Entwicklung der SGD ist.
Gonther stellt sich hinter den Trainer
Sportgeschäftsführer Sören Gonther sieht aktuell jedoch keinen Anlass für eine Trainerdiskussion. Gegenüber der Sächsischen Zeitung äußerte er sich zur sportlichen Situation und zur Zukunft des 43-Jährigen.
„Fakt ist, dass wir zum aktuellen Zeitpunkt für die gezeigten Leistungen zu wenig Punkte haben. Es gilt, den Mut und die Überzeugung, die zuletzt auch mit Führungen belohnt wurden, zum einen über die gesamten 90 Minuten und darüber hinaus auch über mehrere Spiele aufrechtzuhalten. Je besser wir das umgesetzt bekommen, umso schneller wird es sich in der Punkteausbeute widerspiegeln“, erklärte Gonther.
Auf die Frage, ob er weiterhin Vertrauen in die Arbeit des Trainers habe, antwortete der Sportgeschäftsführer eindeutig: „Absolut – die Trainerfrage stellt sich für uns nicht.“
Damit sitzt Thomas Stamm bei Dynamo vorerst fest im Sattel. Wie lange das Vertrauen der Verantwortlichen anhält, dürfte allerdings auch von den kommenden Ergebnissen abhängen.
Am Freitag empfängt die SGD die SpVgg Greuther Fürth, die aktuell auf dem neunten Tabellenplatz steht, im Rudolf-Harbig-Stadion. Anschließend geht es auswärts zum 1. FC Kaiserslautern. Spätestens dort muss Dynamo auch in der Fremde wieder punkten.