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Dynamo Dresden: Diese Horror-Zahl macht große Sorgen

Dynamo Dresden Trainer Thomas Stamm gegen Hannover 96
Der Blick sagt viel: Die Krise bei Dynamo hält an, und die Führungen schmelzen weiter dahin. Foto: Noah Wedel
Nach 0:1-Führung verliert Dynamo auch in Hannover und gibt erneut Punkte aus der Hand. Schon 13 Zähler hat die SGD nach Führung verspielt, kein Team der 2. Liga steht in dieser Statistik schlechter da. Dazu kommt die Auswärtsschwäche: Der letzte Sieg in der Fremde liegt über 200 Tage zurück.

Horror-Statistik: Kein Zweitligist verspielt so viele Punkte wie Dynamo Dresden 

Es ist ein Muster, das Dynamo Dresden diese Saison verfolgt: Die SGD geht in Führung, kann sie nicht ausbauen und gibt am Ende doch noch Punkte ab. Auch bei Hannover 96 lief es so. Nach dem 2:0 im DFB-Pokal gegen Schalke hatte man gehofft, dass die Mannschaft von Thomas Stamm endlich den ersten Auswärtssieg der Saison holt. Stattdessen setzte es die nächste Niederlage, und das gegen ein Team, das zu diesem Zeitpunkt wohl tiefer in der Krise steckte als jedes andere in der 2. Bundesliga.

Dynamo startet stark und lässt dann nach

Der Beginn machte Hoffnung. In der 11. Minute stand Nicolai Rapp nach einer Ecke am langen Pfosten richtig und drückte den Ball über die Linie. Zur Pause pfiffen sogar die Hannover-Fans ihr eigenes Team aus.


Rapp bringt Dynamo Dresden nach einer Ecke früh in Führung. Foto: Noah Wedel

Nach dem Wechsel kippte die Partie. Chakroun glich in der 53. Minute aus spitzem Winkel aus, kurz darauf kam der Elfmeter. Friedrich Müller traf bei einem Klärungsversuch nach Raschls riskantem Rückpass nicht den Ball, sondern den Gegenspieler. Marcel Hartel verwandelte unhaltbar in den Winkel zum 2:1. Nach Müllers Gelb-Rot in der 65. Minute war das Spiel entschieden.


Marcel Hartel verwandelt den Strafstoß in den Winkel. Foto: Noah Wedel

Die schlechteste Bilanz der Liga

Dass Dynamo erneut eine Führung hergab, ist längst kein Ausrutscher mehr. Es waren bereits 13 Punkte, die die SGD nach einer Führung noch liegen ließ. Kein anderes Team der 2. Bundesliga steht in dieser Statistik schlechter da. Energie Cottbus folgt mit 12 Punkten knapp dahinter, und genau dieses Team kommt in der Hinrunde noch zum Derby ins Rudolf-Harbig-Stadion.

Dabei hätte Dynamo mit diesen Punkten ein ganz anderes Bild abgegeben. Wären sie geholt worden, stünde die SGD im oberen Tabellendrittel und nicht am Tabellenende.

Fast jedes Beispiel dieser Saison erzählt dieselbe Geschichte. Gegen Heidenheim führte Dynamo Dresden am 3. Spieltag 0:1 und später sogar 1:2, verlor am Ende aber mit 5:3. In Braunschweig reichte es nach einer Führung nur zu einem 2:2. Gegen Hertha BSC führte man zu Hause 1:0 und unterlag noch mit 1:2. Gegen Osnabrück blieb es nach der Führung bei einem 1:1. Und nun kam Hannover dazu.


Auch in Hannover blieb Dynamo am Ende ohne Punkte. Foto: Noah Wedel

Sportgeschäftsführer Sören Gonther machte nach dem Spiel bei Sky keinen Hehl daraus, wie sehr ihn das schmerzt: „Im Moment ist es natürlich nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Das tut weh, gar keine Frage."

Auswärts weiter ohne Sieg

Zu den verspielten Führungen kommt die Schwäche in der Fremde. Der letzte Auswärtssieg liegt über 200 Tage zurück: Am 29. Spieltag der vergangenen Saison gewann Dynamo in Nürnberg mit 0:2.

Der Kalender bleibt schwer

Die Aufgaben der nächsten Wochen werden nicht leichter. Zunächst gastiert am Freitag Greuther Fürth im Rudolf-Harbig-Stadion (18:30 Uhr), danach geht es zum 1. FC Kaiserslautern. Anschließend wartet das hitzige Heimspiel gegen St. Pauli, gefolgt vom DFB-Pokal-Achtelfinale beim VfB Stuttgart. Danach reist Dynamo nach Bielefeld, bevor das Derby gegen Cottbus ansteht. Zum Abschluss der Hinrunde geht es zum Karlsruher SC.