Jedes Jahr werden allein in Deutschland Millionen alter Haushaltsgeräte entsorgt. Waschmaschinen, Kühlschränke oder Trockner. Viele davon landen am Ende im Schredder. Dabei stecken in den Geräten wertvolle Materialien und Bauteile, die sich weiterverwenden ließen. Forschende der Technische Universität Chemnitz arbeiten daran, das zu ändern.
Schritt für Schritt zerlegen
Im April 2026 reiste ein Team der Professur Produktionssysteme und -prozesse ins slowenische Stammwerk des Haushaltsgeräteherstellers Gorenje. Mit dabei war eine selbst entwickelte Station zum Demontieren von Waschmaschinen. Demontieren bedeutet, Geräte gezielt auseinanderbauen, um möglichst viele Teile weiterzuverwenden, statt sie einfach zu zerstören.
Die Station zeigt Mitarbeitenden über einen Touchbildschirm mit Videos, Bildern und Texten Schritt für Schritt, welcher Handgriff als Nächstes nötig ist. Eine Künstliche Intelligenz kontrolliert dabei, ob die Demontage in der richtigen Reihenfolge erfolgt. Anhand der Seriennummer entscheidet die Software außerdem vorab, welche Bauteile sich noch weiterverwenden lassen. Eine Hebevorrichtung kippt die Waschmaschine, damit ergonomisch gearbeitet werden kann und niemand schwer heben muss.