Wenn zwei Schwarze Löcher zusammenstoßen, schicken sie winzige Erschütterungen durch das Universum. Solche Gravitationswellen könnte das geplante Einstein Telescope künftig tief unter der Erde messen. Sachsen und Sardinien wollen die Forschungsanlage gemeinsam bauen.
Nun haben deutsche und italienische Forschungseinrichtungen im sardischen Nuoro eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit ihr bekräftigen die beiden Kandidatenregionen ihre gemeinsame Bewerbung für das Einstein Telescope. Statt getrennt anzutreten, wollen sie die europäische Forschungsinfrastruktur gemeinsam an zwei Standorten verwirklichen.
Auf deutscher Seite tragen die TU Dresden und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Kooperation. Aus Italien beteiligen sich das Istituto Nazionale di Fisica Nucleare (INFN), das Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) und das Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia (INGV).