Kurz vor Ende des Wettbewerbs um das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Transformation hat der Ostbeauftragte Carsten Schneider die Jury bekannt gegeben. Dazu zählen die frühere Stasi-Beauftragte Marianne Birthler, der ehemalige Bundesminister Thomas de Maizière, Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Matthias Platzeck und die frühere FDP-Vize Cornelia Pieper. Sie sollen zusammen mit den übrigen Jurymitgliedern den Standort für das Zentrum auswählen, das bis 2028 fertig sein soll.
Die neue Institution soll die ostdeutschen Erfahrungen mit den Umbrüchen nach der Vereinigung würdigen und Lehren daraus nutzbar machen. Seit 1. Juli und noch bis 30. September können sich Städte um den Standort bewerben. Danach reist die Jury in die Bewerberstädte und erarbeitet eine Empfehlung. Anfang 2023 soll eine Entscheidung fallen. Dann folgt ein Architekturwettbewerb.
«Ostdeutschland hat ein eigenes Selbstbewusstsein durch die Strukturbrüche nach der Wiedervereinigung entwickelt», erklärte Schneider. «Die dahinter liegenden Erfahrungen müssen wir sichtbarer machen, auch um daraus für die aktuellen Krisen und Herausforderungen zu lernen.» Das Zukunftszentrum solle persönliche Lebensgeschichten, Forschung und Kultur zueinander bringen und den Zusammenhalt stärken.