Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Wissenschaft

SED-Aufklärungs-Beauftragte fordert mehr Unterstützung

SED-Aufklärungs-Beauftragte fordert mehr Unterstützung
Evelyn Zupke, SED-Opferbeauftragte, beantwortet auf einer Pressekonferenz Fragen. / Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Von: DieSachsen News

Die Landes- und Bundesbeauftragten sowie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur haben mehr Unterstützung für ehemals politisch Verfolgte gefordert. «Es muss Ziel sein, die finanzielle Situation der Betroffenen von SED-Unrecht schnellstmöglich zu verbessern», erklärte die SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag, Evelyn Zupke, am Sonntag zum Ende des diesjährigen Bundeskongresses zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Wernigerode (Landkreis Harz). Unter anderem durch die Inflation und die enormen Preissteigerungen gerieten Betroffene in prekäre soziale Lagen.

Konkret müsse deshalb die Opferrente deutlich erhöht und dynamischer gestaltet werden, so die Forderung. Zudem brauche es ein neues System zur Anerkennung von verfolgungsbedingten Gesundheitsschäden mit klar definierten Kriterien. Viele ehemals politisch Verfolgte litten unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Die aktuellen Verfahren belasteten sie zusätzlich.

Der Gesetzgeber solle sich bei der Entwicklung neuer Verfahren an den Regelungen für an bei Auslandseinsätzen zu Schaden gekommenen Soldatinnen und Soldaten orientieren, hieß es. Auch sollten jene Menschen eine Einmalzahlung erhalten, die an der innerdeutschen Grenze zwangsausgesiedelt wurden, so die Forderung.

Mehr aus dieser Kategorie

Der Bundeskongress fand in diesem Jahr zwischen dem 8. und 10. September statt. Er ist einmal im Jahr. An ihm nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter von Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen teil.

Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Sachsen News
Artikel von

Sachsen News

Sachsen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media