«Krieg findet nicht nur auf dem Schlachtfeld statt. Er war und ist stets auch ein Kampf um die Gedanken und Überzeugungen der Menschen», sagt Rudolf J. Schlaffer, Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden. Der Oberst hat mit seinem Team eine Sonderschau zusammengestellt, die genau das am dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte deutlich machen soll.
Ausstellung um Propaganda und Kriegstechnik in der NS-Zeit
Unter dem Titel «Wunderwaffen» geht es um Propaganda und Kriegstechnik im Nationalsozialismus. Gerade das NS-Regime suggerierte mit seinem Fabulieren über Wunderwaffen eine Überlegenheit und ließ große Teile der deutschen Bevölkerung auch dann noch an den Endsieg glauben, als der Krieg schon lange verloren war. Die Ausstellung ist ab diesen Freitag geöffnet und bis zum 9. März 2027 zu sehen.
«Die deutsche Propagandamaschinerie sollte nach dem Motto: 'Mit den besten Waffen wird gesiegt!' arbeiten. Selbst konventionelle Waffensysteme wie Sturzkampfflugzeuge (Stukas) oder die 8,8 cm-Flakgeschütze stilisierte die Kriegspropaganda zu scheinbar besonders leistungsfähiger und effektiver Kriegstechnik», teilte das Museum mit. Um den sogenannten Endsieg zu erringen, habe man vor allem in den letzten Kriegsjahren die Forschungs- und
Rüstungsanstrengungen noch einmal deutlich verstärkt. Das sei von einem
Glauben an die sogenannten Wunderwaffen begleitet gewesen.