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Dresdner Batterie-Forscher ausgezeichnet

Dresdner Batterie-Forscher ausgezeichnet
Seit 1978 verleiht die Fraunhofer-Gesellschaft jährlich die Auszeichnung. (Archivbild) / Foto: Andreas Gebert/dpa
Von: DieSachsen News
Die Herstellung von Batterien ist teuer. In Dresden haben Forscher eine Methode entwickelt, die die Produktionskosten senkt.

Ein Dresdner Forscherteam hat den Joseph-von-Fraunhofer-Preis für die Entwicklung eines kosteneffizienten und umweltfreundlichen Herstellungsverfahrens von Batterieelektroden erhalten. Benjamin Schumm, Holger Althues und Stefan Kaskel vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS erhielten die Auszeichnung für ihre «DRYtraec»-Technologie im Rahmen der Fraunhofer-Jahrestagung in Darmstadt.

Geringere Kosten durch Prozess ohne Lösemittel

Dabei handelt es sich um eine effiziente Alternative für die energie- 
und kostenintensive Elektrodenbeschichtung. Anders als beim herkömmlichen Prozess wird kein Lösemittel, sondern ein Trockengemisch eingesetzt, wodurch der Trocknungsschritt entfällt. Durch den niedrigeren Energiebedarf verringert das in Dresden entwickelte Verfahren so die Produktionskosten. Zudem können die Beschichtungsanlagen um 50 Prozent kompakter ausfallen.

«Das innovative Verfahren stellt einen herausragenden Fortschritt für die nachhaltige Produktion heutiger und zukünftiger Batterien dar und hat bereits großes Interesse von Unternehmen entlang der Batterie-Wertschöpfungskette geweckt», heißt es in der Projektbeschreibung der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Jury hebe unter anderem das hohe Potenzial für eine eigenständige Batterieproduktion in Deutschland und Europa hervor.

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Drei Projekte ausgezeichnet

Die Fraunhofer-Gesellschaft vergibt den Preis seit 1978 jährlich. Ausgezeichnet werden herausragende wissenschaftliche Leistungen zur Lösung anwendungsnaher Probleme. Kriterien sind unter anderem die Neuartigkeit des wissenschaftlich-methodischen Ansatzes, der Erkenntnisfortschritt und die Umsetzung der wissenschaftlichen Ergebnisse in die Anwendung.

In diesem Jahr erhielten den mit 50.000 Euro dotierten Preis neben den Dresdner Forschern zwei weitere Projekte ausgezeichnet: ein neues Bildkompressionsformat des  Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen und ein Messsystem für die Aluminiumproduktion am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP in Saarbrücken.

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