Ein Dresdner Forscherteam hat den Joseph-von-Fraunhofer-Preis für die Entwicklung eines kosteneffizienten und umweltfreundlichen Herstellungsverfahrens von Batterieelektroden erhalten. Benjamin Schumm, Holger Althues und Stefan Kaskel vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS erhielten die Auszeichnung für ihre «DRYtraec»-Technologie im Rahmen der Fraunhofer-Jahrestagung in Darmstadt.
Geringere Kosten durch Prozess ohne Lösemittel
Dabei handelt es sich um eine effiziente Alternative für die energie-
und kostenintensive Elektrodenbeschichtung. Anders als beim herkömmlichen Prozess wird kein Lösemittel, sondern ein Trockengemisch eingesetzt, wodurch der Trocknungsschritt entfällt. Durch den niedrigeren Energiebedarf verringert das in Dresden entwickelte Verfahren so die Produktionskosten. Zudem können die Beschichtungsanlagen um 50 Prozent kompakter ausfallen.
«Das innovative Verfahren stellt einen herausragenden Fortschritt für die nachhaltige Produktion heutiger und zukünftiger Batterien dar und hat bereits großes Interesse von Unternehmen entlang der Batterie-Wertschöpfungskette geweckt», heißt es in der Projektbeschreibung der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Jury hebe unter anderem das hohe Potenzial für eine eigenständige Batterieproduktion in Deutschland und Europa hervor.