Bei Fahrradunfällen in Sachsen sind im vergangenen Jahr bis zum Oktober mehr Menschen verletzt worden als im gleichen Zeitraum der Vorjahre. 4246 Radfahrer erlitten Verletzungen, 20 von ihnen starben daran, wie das Statistische Landesamt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren 823 Verletzte mehr als in den ersten zehn Monaten im Jahr zuvor. 2021 waren bis Ende Oktober 3423 verletzte Radfahrerinnen und Radfahrer gezählt worden - 17 wurden tödlich verletzt.
Die meisten Verletzten gab es in der Landeshauptstadt Dresden. Schwer verletzt wurden dort insgesamt 167 Fahrradfahrer. Mit 115 Verletzten landete Leipzig sachsenweit auf dem zweiten Platz. Auch bei den Leichtverletzten war die Zahl in Dresden am höchsten: 951 zwischen Januar und Oktober 2022. In Leipzig waren es 782.
Während der Corona-Pandemie habe sich vor allem in Dresden und Leipzig der Trend zum Radfahren noch einmal deutlich verstärkt, erklärte das Verkehrsministerium. Vor allem motorisierte Räder seien immer mehr auf den Straßen zu sehen. Wegen ihrer Geschwindigkeit benötigten Fahrerinnen und Fahrer von E-Bikes jedoch mehr Sicherheit beim Fahren, hieß es.