Die anhaltend schlechte Wirtschaftslage in Deutschland hinterlässt der jüngsten Steuerschätzung zufolge auch in Sachsen ein enormes Haushaltsloch. Der Freistaat muss mit deutlich weniger Steuereinnahmen auskommen als zuvor erwartet, wie das Finanzministerium am Freitag in Dresden mitteilte. Insgesamt könne der sächsische Staatshaushalt dieses Jahr Steuereinnahmen in Höhe von 19,1 Milliarden Euro erwarten - das sind ungefähr 385 Millionen Euro weniger als bei der vorherigen Schätzung.
Für den Zeitraum des kommenden Doppelhaushalts könne der Freistaat nächstes Jahr mit Steuereinnahmen von 19,6 Milliarden Euro und im Jahr 2026 von 20,4 Milliarden Euro rechnen. Im Vergleich zur Schätzung im Oktober 2023 und zur mittelfristigen Finanzplanung bedeutet dies in Summe beider Jahre eine deutliche Reduzierung der bisherigen Einnahmeerwartungen um 715 Millionen Euro.