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Bundeseigene Wismut schließt Sanierung von Uranbergbau-Altlast in Sachsen ab

Mit schwerem Gerät wird an der Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus gearbeitet. / Foto: Martin Schutt/dpa
Mit schwerem Gerät wird an der Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus gearbeitet. / Foto: Martin Schutt/dpa

Die bundeseigene Wismut hat die Sanierung einer der größten Uranbergbau-Altlasten in Sachsen abgeschlossen. Rund 300 Millionen Euro seien in den vergangenen mehr als 30 Jahren in die Verwahrung der industriellen Absetzanlage Helmsdorf am Rand von Zwickau geflossen.

Die bundeseigene Wismut hat die Sanierung einer der größten Uranbergbau-Altlasten in Sachsen abgeschlossen. Rund 300 Millionen Euro seien in den vergangenen mehr als 30 Jahren in die Verwahrung der industriellen Absetzanlage Helmsdorf am Rand von Zwickau geflossen, teilte der Bergbausanierer am Freitag mit. Die Anlage hatte zu DDR-Zeiten dazu gedient, Uranerz aufzubereiten.

Die Sanierung sei in technischer, ökologischer und finanzieller Hinsicht eine der anspruchsvollsten Sanierungsaufgaben gewesen, hieß es. «Weder national noch international gab es Erfahrungen für die Sanierung von Absetzanlagen dieser Größenordnung.»

50 Millionen Kubikmeter radioaktiver Rückstände

Begonnen habe es mit unmittelbarer Gefahrenabwehr nach dem Ende des Uranabbaus in Sachsen und Thüringen 1990. Damals hätten dort auf einer Fläche von rund 200 Hektar 50 Millionen Kubikmeter radioaktiver Rückstände, sogenannte Tailings, gelagert. Ränder wurden zunächst bedeckt, um zu verhindern, dass radioaktiver Staub durch den Wind verbreitet wird. Dann wurden der 15 Meter hohe Wasserspiegel abgepumpt und die Schlämme entwässert, um das Ganze mit verschiedenen Schichten abdecken zu können. Ein Großteil des Materials stammt von einer Bergehalde im benachbarten Crossen. Rund 3,25 Millionen Kubikmeter wurden innerhalb von etwa 20 Jahren über eine spezielle Förderanlage von dort nach Helmsdorf transportiert.

Die Oberfläche sei nun so gestaltet, dass Wasser natürlich abfließen könne und möglichst wenig davon in den Boden eindringe, so die Wismut. Doch müsse über viele Jahre noch Sickerwasser gesammelt und gereinigt werden. Auf dem Areal werden zudem weiterhin mehr als 140 Messstationen betrieben, um den Zustand auch künftig zu überwachen.

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