Inflation, Fachkräftemangel, hohe Zinsen: Die Stimmung unter den sächsischen Handwerksbetrieben ist trotz einer in vielen Geschäftsbereichen guten Auftragslage gedrückt. Das ist das Ergebnis der Herbst-Konjunkturumfrage, die der Sächsische Handwerkstag am Donnerstag in Dresden vorstellte. Demnach dominieren in nahezu allen Gewerbegruppen Skepsis und Verunsicherung, was künftige Geschäfte angeht. «Vor allem der Einbruch im Wohnungsbaubereich ist massiv und bringt großen Druck. Kleine und mittlere Handwerksbetriebe spüren die Folgen der Krise», sagte Jörg Dittrich, Präsident des Handwerkstags.
Ein Drittel rechnet mit schlechterem Geschäft
Laut der im September durchgeführten Umfrage, an der sich knapp 1400 Handwerksbetriebe beteiligten, bewertet knapp die Hälfte von ihnen (47 Prozent) die Geschäftslage derzeit als gut, 39 Prozent als befriedigend und 14 Prozent als schlecht. Damit gibt es kaum Abweichungen zum Stimmungsbild der Umfrage aus dem Herbst letzten Jahres. Befragt zu den Erwartungen an die Entwicklung im nächsten Quartal gaben jedoch nur 6 Prozent der Betriebe an, dass sie mit einer Verbesserung rechnen, 64 Prozent mit einer gleichbleibenden Lage und 30 Prozent mit einer Verschlechterung.