Der sächsische Energieminister Wolfram Günther (Grüne) hält Forderungen nach E-Fuels bei normalen Autos für eine «Geisterdebatte» und «marktwirtschaftlichen Unsinn». «Bei E-Fuels bleibt nur rund ein Sechstel der Energie übrig. Wer Autos mit E-Fuels auf die Straße schicken will, braucht also zigmal mehr Windräder, viel mehr Netzausbau und muss zigmal mehr an der Zapfsäule zahlen als jetzt», argumentierte der Minister. Er sei gespannt, wie Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) das den Menschen erklären wolle. E-Fuels seien Energieverschwendung.
EU hat Aus für Neuwagen mit Diesel- und Benzinmotoren ab 2035 besiegelt
Die EU-Staaten und das Europaparlament hatten im März 2023 das Aus für Neuwagen mit Diesel- und Benzinmotoren ab 2035 besiegelt. Konkret gilt dann, dass Neuwagen kein Kohlendioxid mehr ausstoßen dürfen, wie es bei der Verbrennung von Benzin und Diesel entsteht. Die Bundesregierung hatte sich auf Drängen der FDP dafür eingesetzt, dass es Ausnahmen für E-Fuels geben soll - synthetische Kraftstoffe, mit denen Verbrennungsmotoren theoretisch klimaneutral betrieben werden können.
Günther erinnerte daran, dass Sachsen einer der wichtigsten europäischen Standorte für die Herstellung von E-Autos ist. «Das ist eines der Fundamente des Industrielands Sachsen. Solche Angriffe auf die E-Mobilität schaden dem Freistaat.» Deutschland und das Autoland Sachsen würden sich nicht durch Zickzack-Kommentare von dieser weltweit ablaufenden Mobilitätswende abbringen lassen.
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