Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig und Vertreter der Stahlindustrie haben eine rasche Einigung auf einen vergünstigten Industriestrompreis gefordert. «Unsere energieintensive Industrie, vor allem die Stahlindustrie, steht vor enormen und zum Teil existenziellen Herausforderungen», sagte der SPD-Politiker beim dritten sächsischen Stahlgipfel am Montag. Dafür kamen unter anderem die Wirtschaftsvereinigung Stahl, Unternehmen wie Feralpi Stahl und die BGH Edelstahlwerke Freital, IG Metall und Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) in Dresden zusammen. In einem gemeinsamen Positionspapier wurde die sofortige Einführung eines sogenannten Brückenstrompreises durch die Bundesregierung gefordert, um die stromintensive Industrie zu entlasten und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu wahren.
Auch der rasche und unbürokratische Ausbau der erneuerbaren Energien sowie ein Aufbau der Wasserstoffnetze sei für eine Transformation nötig, heißt es unter anderem in dem Positionspapier. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will ebenfalls einen staatlich subventionierten günstigeren Industriestrompreis, um eine Abwanderung von Firmen zu verhindern. Kritik daran kommt unter anderem vom Koalitionspartner FDP.