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Sachsens Winzer trotzen Bundestrend – Ernte wieder stabil

Sachsens Winzer trotzen Bundestrend – Ernte wieder stabil
Die sächsischen Winzer erzeugten 2025 wieder so viel Wein wie vor dem Frostjahr 2024. / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
2024 war die Ernte für die Winzer in Sachsen fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Bundesweit wurde im vergangenen Jahr weniger Wein erzeugt - die Winzer in Sachsen stemmten sich gegen diesen Trend. «Das war ein Jahrgang mit sehr guten Mengen und guten bis sehr guten Qualitäten», sagte Felix Hößelbarth, Vorsitzender des Weinbauverbandes Sachsen. Für die sächsischen Winzer sei 2025 sehr zufriedenstellend gewesen. 

Insgesamt lieferten die Weinberge im Freistaat laut Verband 29.500 Hektoliter. Das waren 20.500 Hektoliter mehr als 2024. Damals hatten Frostschäden die Ernte einbrechen lassen. Im vergangenen Jahr erreichten die Winzer wieder das Niveau von 2023. Bundesweit ging die Erzeugung hingegen laut Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,6 Prozent auf 7,55 Millionen Hektoliter Wein und Most zurück. 

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Keine Betriebsaufgaben nach Frostjahr 2024 

«Es ist gelungen, dass alle Betriebe diese eine Missernte überstanden haben», sagte Hößelbarth. Dem Verband sind demnach keine Betriebsaufgaben bekannt. Die Frosthilfen, mit denen der Freistaat und der Bund die Weinbauern nach dem Spätfrost unterstützten, seien aber nicht mehr als ein positives Signal gewesen. «Das hat natürlich in keinster Weise gereicht, um diesen Ausfall zu kompensieren», so der Verbandsvorsitzende. Wichtig sei die Kombination mit Frostversicherungen und der Verkauf der Vorjahrgänge gewesen. 

Die Rebstöcke haben größtenteils keine langfristigen Schäden davongetragen. Besonders die Ertragsanlagen, also die etwas älteren Weinberge, sorgten 2025 wieder für eine konstante Ernte, wie Hößelbarth erläuterte. Bei neu angepflanzten Weinbergen habe es hingegen eine ein- bis zweijährige Verzögerung im Wachstum gegeben. 

Ausblick wegen Trockenheit und möglicher Spätfröste gemischt 

Der Ausblick für dieses Jahr ist aus Hößelbarths Sicht bisher gemischt. «Es ist wieder schon sehr trocken gewesen zum Anfang des Jahres», sagte er. Im Januar und Februar seien die Winterniederschläge und Schneefälle gut gewesen, dann fiel jedoch wenig Regen. Der Niederschlag der vergangenen Tage sei daher «bitter nötig» gewesen. 

Sorgen bereiten auch möglicher Spätfrost in den kommenden Nächten. «Durch die Erfahrung in 2024 ist man schon nicht ganz tiefenentspannt», sagte Hößelbarth. Allerdings sei die Natur in diesem Jahr wieder in einem normaleren Rhythmus. Anders als vor zwei Jahren, als die Reben wegen eines besonders warmen März zwei bis drei Wochen zu früh ausgetrieben hatten, ist das Wachstum aktuell wieder langsamer. «Wenn es jetzt noch eine Frostnacht geben würde, würden wir das wahrscheinlich mit einem blauen Auge überstehen, da ein Großteil der Reben noch nicht ausgetrieben hat.» 

Sachsen eine der kleinsten Weinregionen in Deutschland 

Von den 13 deutschen Weinregionen ist das Weinanbaugebiet Sachsen mit 531 Hektar Rebfläche eines der kleinsten. Die Weinregion erstreckt sich an der Elbe von Pirna über Dresden, Radebeul und Meißen bis Diesbar-Seußlitz nordwestlich von Meißen. 

Angebaut wird hauptsächlich Weißwein. Nur knapp 20 Prozent der Fläche sind Rotweinen vorbehalten. Die Hauptrebsorten sind Müller-Thurgau, Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Traminer, Spätburgunder und Dornfelder. Nach Angaben des Verbandes gibt es in Sachsen 38 Winzer im Haupt- und 42 im Nebenerwerb.

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