Sächsische Unternehmen wollen beim Aufbau einer europäischen Wasserstoffwirtschaft vorn mitmischen und haben dazu zwei Projekte bei der Bundesregierung eingereicht. Beteiligt seien sieben Unternehmen mit weiteren Partnern, sagte Karl Lötsch, Geschäftsführer des Innovationsclusters «HZwo», der Deutschen Presse-Agentur in Chemnitz. Damit hoffen sie auf eine Förderung von Bund und Land in dreistelliger Millionenhöhe. Ziel des Programmes ist der Aufbau eines Marktes für «grünen Wasserstoff».
Sogenannter grüner Wasserstoff wird ausschließlich mit erneuerbarer Energie gewonnen. Er kann als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr die Nutzung von Kohle, Öl und Erdgas abzulösen. Die Bundesregierung will deswegen den Ausbau erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne in Deutschland vorantreiben. Deutschland und Europa wollen sich eine Vorreiterposition bei dem Zukunftsthema sichern.
Zum Verbund «H2-SARA» gehören laut Lötsch vier Unternehmen mit mehr als 2000 Arbeitsplätzen: Sunfire aus Dresden, Voith aus Zschopau, WätaS aus Olbernhau und Vitesco Technologies aus Limbach-Oberfrohna. Ziel sei es, Fertigungskapazitäten für sogenannte Elektrolyseure-Anlagen, in denen aus Wasser und Strom Wasserstoff erzeugt wird, von jährlich 6,5 Gigawatt zu schaffen sowie Produktionsanlagen für Brennstoffzellen im Volumen von 7 Gigawatt pro Jahr.