Der sächsische Maschinenbau hat vergangenes Jahr seinen Wachstumstrend fortgesetzt. Das teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Ost (VDMA) am Freitag in Leipzig mit. Die Branche verzeichnete 2023 ein Umsatzplus von nominal 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der VDMA berief sich dabei auf Daten des Statistischen Landesamtes für Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Demnach verkauften die 196 sächsischen Maschinenbau-Unternehmen dieser Betriebsgröße Maschinen, Anlagen, Komponenten und Dienstleistungen im Wert von 8,5 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor erzielten sie 7,7 Milliarden Euro. 2021 waren es 7,4 Milliarden Euro. Der Rückschlag während der Corona-Pandemie ist somit endgültig überwunden.
«Nach dem tiefen Einschnitt 2020 ging es für die Branche zunächst in kleinen Schritten wieder bergauf», sagte Oliver Köhn, Geschäftsführer des VDMA Ost. Jetzt habe sie einen großen Sprung gemacht und das bisherige Umsatzhoch aus dem Jahr 2019 geknackt. Die enorme Steigerung führt Köhn vor allem auf zwei Faktoren zurück: Zum einen hatten die lang anhaltenden Folgen der Pandemie wie Reisebeschränkungen und Materialmangel zu einem immensen Auftragsstau geführt. Zum anderen habe die Inflation die Maschinenbauprodukte verteuert.