Der Windkraft-Ausbau kommt nach Einschätzung des Energieunternehmens VSB in Sachsen-Anhalt deutlich besser voran als im Nachbarland Sachsen – vor allem wegen politischer Weichenstellungen. «Ich glaube, die Politik hat einen extrem starken Einfluss», sagte VSB-Geschäftsführer Thomas Winkler der Deutschen Presse-Agentur. Während in Sachsen-Anhalt rund fünfmal so viele neue Anlagen gebaut worden seien wie in Sachsen, fehle es dort an den nötigen Rahmenbedingungen.
«Es gibt viele gute Standorte, die sich gut eignen würden, aber die Politik weist die Flächen nicht aus», kritisierte Winkler. Das sogenannte Zwei-Prozent-Ziel – wonach bis Ende 2032 zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie ausgewiesen werden sollen – werde nicht umgesetzt. In Sachsen-Anhalt sei der politische Kurs hingegen «viel progressiver», auch die Zusammenarbeit mit den Behörden laufe dort deutlich unkomplizierter.