Der Rechnungshof in Sachsen pocht auf weitere Schritte zur Konsolidierung der Staatsfinanzen und empfiehlt einen Verzicht auf neue Schulden. Der Freistaat sollte «den Weg der soliden sächsischen Haushaltspolitik» weitergehen, der Etat solle grundsätzlich ohne Kredite auskommen, forderte Rechnungshofpräsident Jens Michel bei der Vorstellung des Jahresberichtes. Eine Neuverschuldung könne nur die Ultima Ratio sein.
Nach der Gesetzeslage können die Bundesländer in einem bestimmten Umfang Kredite aufnehmen. Das Grundgesetz gewährt ihnen einen Kreditrahmen von 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts jährlich. Laut Finanzminister Christian Piwarz (CDU) wären das im Fall von Sachsen rund 700 Millionen Euro pro Jahr. Nach einer Haushaltsklausur der CDU-SPD-Regierung hatte er das Defizit im geplanten Doppelhaushalt 2027/2028 auf 2,9 Milliarden Euro beziffert.