Der mögliche Abbau von Lithium im Erzgebirge wird weiter geprüft. Konkret eröffnete die Landesdirektion Sachsen nun das Verfahren zur «Raumverträglichkeitsprüfung». Dabei soll beurteilt werden, ob das Vorhaben mit den Vorstellungen des Freistaates zur Landesentwicklung vereinbar ist, teilte die Behörde mit. Alle Bürger haben ab sofort die Möglichkeit, Einblick in die Antragsunterlagen zu nehmen und mögliche Hinweise zum Projekt an die Landesdirektion zu richten, hieß es.
Firma will 1,5 Millionen Tonnen Lithiumerz pro Jahr fördern
Die Firma Zinnwald Lithium GmbH will in der Gegend von Altenberg im Osterzgebirge ein Bergwerk zur Gewinnung von Lithiumerz errichten. Etwa 1,5 Millionen Tonnen Lithiumerz sollen jährlich gefördert werden. Der untertägige Abbau soll unterhalb des historischen Altbergbaus in Zinnwald erfolgen. Daneben beansprucht das Vorhaben oberirdische Flächen von rund 110 Hektar für die Aufbereitung des Roherzes. Aufbereitungsanlagen und ein Reststoffdepot sind im Ortsteil Liebenau vorgesehen.
Die Verfahrensunterlagen liegen vom 7. Juli bis 31. August 2025 in den Städten Altenberg, Bad Gottleuba-Berggießhübel, Glashütte und Liebstadt sowie im Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge öffentlich zur Einsichtnahme aus. Bereits jetzt stehen die Unterlagen im Internet auf dem Bekanntmachungsportal der Landesdirektion Sachsen (Rubrik Infrastruktur/Raumordnung) bereit. Zudem wurden rund 120 Institutionen über die Eröffnung des Verfahrens informiert und zur Stellungnahme aufgefordert.