Die milden Temperaturen der vergangenen Monate sind aus Sicht der ostdeutschen Erdbeerbauern ein Glücksfall. «Grundsätzlich kann man sagen, dass die Erdbeeren aufgrund des milden Winters gut durch den Winter gekommen sind», sagte Frank Saalfeld, Geschäftsführer des Verbands der Ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer (Vosba). Allerdings sei es für eine genaue Prognose zur Ernte viel zu früh.
Er rechne damit, dass der Erntebeginn für den Verkauf durchaus schon gegen Ende April starten könne, sagte Saalfeld. «Für den Selbstpflückbereich wird der Erntebeginn irgendwann um Ende Mai sein.» Jetzt werde es noch mal kalt, mahnte Saalfeld. Erste Blüten seien in geschützten Beständen, wie Hochtunneln und unter Fließ- oder Folienabdeckungen. Diese würden bei milderen Frösten auch die Blüten schützen.
Eine Voraussage zur Erntemenge sei mit Unsicherheit behaftet, sagte Saalfeld. «Die Erträge bei Erdbeeren, wie eigentlich bei allen Obstarten, sind sehr abhängig von der Witterung. In den nächsten Wochen kann es immer noch zu Frösten, aber auch zu Hitzeereignissen, Dauerregen, Trockenheit und so weiter kommen.»