Die Kirschernte in Sachsen und Sachsen-Anhalt soll in diesem Jahr wieder deutlich besser ausfallen als im Vorjahr. Nach dem massiven Ernteausfall im vergangenen Jahr durch Spätfröste erwarten die Obstbaubetriebe in beiden Bundesländern 2.125 Tonnen Süßkirschen und 2.055 Sauerkirschen, wie der Obstbauernverband Sachsen und Sachsen-Anhalt zum Start der Kirschsaison in Sachsen-Anhalt mitteilte. Während Süßkirschen vor allem frisch vermarktet werden, sind Sauerkirschen hauptsächlich für die Weiterverarbeitung bestimmt.
«Voriges Jahr gab es aufgrund des Frostereignisses großflächigen Totalausfall», erklärte die Geschäftsführerin des Verbands, Carmen Kaps. Die Erntemenge lag teils um bis zu 90 Prozent unter dem Niveau eines Normaljahres. Dieses Jahr wird mit einer mittleren Ernte gerechnet. «Alles in allem zufriedenstellend», so Kaps.
Die Gründe für die nur durchschnittliche Erntemenge liegen in witterungsbedingten Herausforderungen. Es habe kleinere bis mittlere Frostschäden gegeben – abhängig von Region und Sorte. Auch die Trockenheit der vergangenen Wochen und vereinzelte Hagelereignisse hätten der Ernte zugesetzt. Zu starke Regenfälle wie zuletzt könnten zudem reife Kirschen zum Platzen bringen.